Hast du deinem Haar heute schon etwas Gutes getan? Viele denken bei der Haarpflege nur an die klassische Haarwäsche und werden deshalb nur ein paar Mal pro Woche aktiv. Doch echte Haircare ist ein tägliches Ritual, das weit über das Badezimmer hinausgeht. Erfahre hier, wie du deine Routine jeden Tag aufs neue optimierst und worauf es beim Haarewaschen wirklich ankommt
Jeden Tag ist dein Haar Belastungen wie Styling, Umwelteinflüssen oder hormonellen Schwankungen ausgesetzt. Darunter leidet vor allem die Cuticula: Diese Schuppenschicht umhüllt die Haarfaser gemeinsam mit ihrem Lipidmantel wie ein Schutzschild. Wird sie angegriffen, klafft sie auf und bricht. Ohne diese Barriere ist das Innere deines Haares den täglichen „Gefahren“ direkt und ungeschützt ausgesetzt.
Damit Haare ausreichend geschützt sind, sollte täglich gepflegt werden. Trage zum Beispiel eine kleine Menge eines Haarpflegeproduktes vor und nach dem Kämmen auf. Beachte bei der Auswahl deinen Haartyp und deinen Kopfhauttyp und wähle Produkte und Shampoos aus, die zu deiner Haarstruktur und deiner Kopfhaut passen. Achte außerdem auf einen gesunden Lebensstil, denn schließlich beginnt Haargesundheit im Inneren.

Wie du deine Haare richtig wäschst: In 6 Schritten zur perfekten Routine
Alle reden immer vom “Haarewaschen”, wobei der Ausdruck “Kopfhaut waschen” passender wäre, denn bekannterweise ist der Haaransatz das, was am ehesten Schmutz ansammelt und ölig wird. Damit deine Kopfhaut gesund bleibt und deine Haare ideal wachsen können, ist eine korrekte Haarwäsche essenziell. Mit diesen einfachen Schritten geht’s ganz einfach:
- Kämme dein Haar noch im trockenen Zustand vor dem Waschen. Das erleichtert nicht nur das gleichmäßige Verteilen von Shampoo und Pflegeprodukten, sondern macht auch das Entwirren nach der Haarwäsche deutlich einfacher. So beugst du Haarbruch effektiv vor.
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Verwende lauwarmes Wasser für deine Haare und Kopfhaut.
- Trage das Shampoo auf deine Handfläche auf, lass es aufschäumen und massiere es sanft in die Kopfhaut ein. Nimm dir hierfür ruhig etwas Zeit: Eine gründliche Massage reinigt die Kopfhaut effektiv von überschüssigem Talg und abgestorbenen Hautschüppchen, die sich durch die natürliche Zellerneuerung ansammeln.
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Wasche das Shampoo gut aus, sodass keine Rückstände in Haaren und Kopfhaut bleiben. Dabei solltest du deine Kopfhaut erneut massieren und das Wasser nicht nur über die Haare laufen lassen.
- Trage nach dem Shampoo einen pflegenden Conditioner oder eine Haarmaske in den Haarlängen (nicht am Haaransatz) auf und lasse das Produkt nach Anweisung einwirken.
- Spüle die Pflege am Ende mit kaltem Wasser aus. Die Kälte schließt die Schuppenschicht des Haares und versiegelt die Pflegestoffe im Inneren der Haarfaser. Das Ergebnis? Eine glatte Oberfläche und glänzendes Haar.
Eine gesunde Kopfhaut ist das Fundament für gesundes Haar.
Sie beherbergt ein reich besiedeltes Mikrobiom, das sich stets im Gleichgewicht befinden sollte. Wenn sich dort jedoch Schmutz, Feuchtigkeit oder schädliche Mikroorganismen wie Pilze ansammeln, kann diese Balance kippen – die Folge sind oft unangenehme Entzündungen oder Juckreiz.
Richtiges Haarewaschen und die passende Haarpflege im Alltag können dabei helfen, dieses Mikrobiom zu unterstützen. Stimme deine Routine dabei immer exakt auf deinen Haar- und Kopfhauttyp ab. Denn jede Kopfhaut ist absolut individuell – was bei anderen perfekt funktioniert, muss für dich nicht automatisch die richtige Wahl sein.
Bei fettiger Kopfhaut: Neigst du zu einer fettigen Kopfhaut, solltest du dein Haar regelmäßig (bei Bedarf auch täglich) waschen. Verwende zusätzlich etwa zweimal pro Woche ein klärendes Shampoo, um überschüssigen Talg gründlich zu entfernen.
Bei normaler Kopfhaut: Hier reicht es völlig aus, das Haar zu waschen, sobald es leicht nachfettet. Achte bei der Haarwäsche auf eine sanfte, gründliche Kopfhautmassage und integriere alle ein bis zwei Wochen ein klärendes Shampoo in deine Routine.
Bei trockener oder empfindlicher Kopfhaut: In diesem Fall ist eine Haarwäsche etwa dreimal wöchentlich ideal. Setze auf ein reichhaltiges, mildes Shampoo, das sanft reinigt, ohne auszutrocknen. Alle zwei Wochen sorgt ein mildes Detox-Shampoo für eine tiefenwirksame Befreiung von Rückständen.
Wieso spielt die Wassertemperatur beim Haarewaschen eine wichtige Rolle?
Du wirst überrascht sein, wie wichtig die richtige Wassertemperatur beim Waschen der Haare ist.
Heißes Wasser: Keine gute Idee. Wenn du zu heißes Wasser auf deine Kopfhaut rieseln lässt, vergrößern sich die Blutgefäße in der Kopfhaut, was Entzündungen und Juckreiz begünstigen kann. Zwar hat es den Vorteil, dass heißes Wasser besonders gründlich reinigt, doch leider wird dabei auch die natürliche Lipidschicht der Cuticula entfernt, welche eigentlich das Haar schützt, weich macht und Glanz verleiht. Die Cuticula selbst verträgt heißes Wasser nicht so gut, sie kann aufklaffen (sich öffnen) und so leichter aufquellen. Die Folgen sind eine raue Haarstruktur und weniger Glanz.
Lauwarmes Wasser: Ideal für die Haare. Es wäscht gründlich, ohne dabei die Kopfhaut oder das Haar zu schädigen. Vor allem, wenn du Stylingprodukte wie Haarspray und Co. verwendest, ist es wichtig diese gut auszuwaschen, sodass sie sich nicht ansammeln.
Kaltes Wasser: Sanfte Wäsche. Beim Haarewaschen mit kaltem Wasser bleiben die natürlichen Lipide der Haarfasern an ihrem Platz. Deshalb solltest du nicht mit kaltem Wasser beginnen, da es möglich ist, dass sich die Haare zum Schluss nicht “frisch gewaschen” anfühlen. Lieber als 2. Schritt nach Verwendung eines Conditioners oder einer Haarmaske. Kaltes Wasser hat den Effekt, dass es die Cuticula “schließt” und somit Haarpflegeprodukte besser in den Längen erhalten bleiben und deinen Haaren mehr Glanz und Ebenmäßigkeit verleihen.
Tipp: Beginne bei der Haarwäsche mit lauwarmem Wasser und gehe anschließend zu kühlerem Wasser über, so erhalten sie ein glänzendes Finish.